Laufen

Organisierte Laufveranstaltungen wie Marathons, Halbmarathons und 5-10-km-Läufe werden immer beliebter.

Waren es 1999 noch 78 Marathonläufe pro Jahr, stieg die Zahl bis 2013 auf 200 Marathonläufe pro Jahr*. Das zeigt, wie groß das Interesse am Laufsport ist  – schließlich benötigt man dafür nur ein Paar Sportschuhe und schon geht es los!

Genauso verhält es sich mit „Laufreisen“, bei denen die Teilnahme an einem Marathon im Ausland, wie in New York, Paris oder Berlin, mit einem wohlverdienten Urlaub kombiniert wird. Und es darf nicht vergessen werden, dass organisierte Laufveranstaltungen für Wohltätigkeitsorganisationen ein wichtiges Mittel für die Spendensammlung sind und Läufer jedes Jahr Millionen Euro für den guten Zweck sammeln.

Durch das Laufen können sich allgemeine Fitness und Ausdauer maßgeblich verbessern und es ist darüber hinaus als eine der besten Ausdauersportarten für die physische Konditionierung von Herz und Lungen bekannt. Viele Läufer behaupten weiterhin, dass ihnen das Laufen bei der Bewältigung eines hektischen Lebensstils hilft, da es eine willkommene Abwechslung vom Alltagsstress bietet, bei der man die Sorgen abschalten kann.

Trotz all dieser enormen Gesundheitsvorteile wird häufig übersehen, dass Läufer, insbesondere weibliche Läuferinnen, möglicherweise eine eisenreiche Ernährung oder ein ergänzendes Eisenpräparat benötigen, um das aufgrund des Laufens verlorene Eisen auszugleichen: eine Kombination aus Hämolyse unter der Ferse1 (wiederholtes Auftreffen der Füße auf eine harte Oberfläche, durch das die roten Blutkörperchen zerstört werden können), Blutverlust während der Menstruation, natürlichem Abgang und dem Verlust über den Schweiß. Tatsächlich kann sogar ein Liter Wasser (der bis zu 0,5 mg Eisen enthält) bei einem intensiven Training verloren gehen.

Der Eisenverlust pro Tag kann bei Spitzensportlern bei bis zu 2 mg liegen2. Aus diesem Grund erhalten weibliche Langstreckenläuferinnen mit hoher Wahrscheinlichkeit weniger Eisen durch ihre Ernährung als ihre empfohlene Tagesmenge. Tatsächlich deuten wissenschaftliche Studien darauf hin, dass mehr als 50 % aller weiblichen Läuferinnen unter Eisenmangel leiden3.

Ein niedriger Eisenspiegel führt zu einem schlechten Ausdauer- und Leistungsniveau, da die beanspruchten Muskeln nicht mit einer ausreichenden Menge an Sauerstoff versorgt werden. Auch der Energiehaushalt insgesamt wird beeinträchtigt und die Motivation, Sport zu treiben, ist folglich eher gering.

*marathon.de